Premiere | 15.03.2025
Rico, Oskar und die Tieferschatten
SCHAUSPIEL NACH DEM ROMAN VON ANDREAS STEINHÖFEL
BÜHNENFASSUNG VON FELICITAS LOEWE
Am 15.03.2025 um 18:00 Uhr feiert das Schauspiel Rico, Oskar und die Tieferschatten Premiere am Theater Trier.
Ich bin in der Rolle von Herrn Fitzke und Marrak zusehen. Regie führt Rüdiger Pape.
Rico ist neugierig und ein wirklich guter Beobachter. So fällt ihm auf, was andere gar nicht bemerken, etwa die unheimlichen Tieferschatten, die er seit einiger Zeit im Hinterhaus wahrnimmt, obwohl das seit der Gasexplosion doch unbewohnt ist. Wenn Rico allerdings Druck verspürt und aufgeregt ist, wirbeln die Gedanken in seinem Kopf wie die Kugeln in der Auslose-Trommel des Bingo-Spiels wild durcheinander. Kein Wunder, dass er manchmal etwas länger braucht, sie zu sortieren und darum langsamer ist als andere.
Deswegen bezeichnet er sich selbst als „tiefbegabt“. Ganz anders ergeht es seinem neuen Freund Oskar, der zwar hochbegabt ist, aber von seinen zahlreichen Ängsten zurückgehalten wird. Zur Sicherheit schaut er häufig nur durch das Visier seines Helms auf die Unmengen von Gefahren, die ihm ständig begegnen könnten.
Beunruhigende Nachrichten von entführten Kindern, Lösegelderpressungen und Mister 2000 machen schon länger die Runde. Und als der so zuverlässige Oskar zu einer Verabredung mit Rico nicht erscheint und auch weiter unauffindbar bleibt, erkennt Rico, dass er gefordert ist, seine Bingokugeln schnell richtig zu ordnen, um seinem Freund zu helfen.
Ein großes Abenteuer zweier sehr unterschiedlicher Helden, die weit über sich hinauswachsen und einen echten Krimi lösen.
Foto: ©Marco Piecuch/Theater Trier
„Den Vogel im Ensemble schießt Giovanni Rupp ab: Seine Wandlungsfähigkeit, zwei Männer darzustellen, die zwar beide irgendwie böse sind – aber eben unterschiedlich böse –, ist beeindruckend. Sein Herr Fitzke ist eine äußerst schmuddelige Mischung aus Riff Raff und Dittsche, der mit einer Kettensäge und viel hirnlosem Gepöbel zutiefst abstoßend daherkommt. Sicherheitsdienstleister Marrak dagegen ist wirklich diabolisch hinter einer Fassade des mürrischen Nachbarn mit „Nur meine Meinung“-Attitüde.“